Häufig gestellte Fragen

Was ist Psychotherapie?
Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff Psychotherapie zweierlei. Zum einen meint er die Behandlung der Psyche bzw. psychischer Beeinträchtigungen oder Probleme. Zum anderen ist damit eine Behandlung mit psychologischen Mitteln gemeint, im Gegensatz zu beispielsweise medikamentöser Behandlung. Das Psychotherapeutengesetz definiert Psychotherapie als „jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist.“

Zahlt die Krankenkasse eine Psychotherapie?
In unserer Praxis wird die Behandlung psychischer Störungen von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen nach vorherigem Antrag finanziert.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?
Sie können sich von einem Arzt zu uns überweisen lassen oder direkt mit uns Kontakt aufnehmen. Die Praxisgebühr von 10 EUR pro Quartal zahlen Sie dann entweder bei Ihrem überweisenden Arzt oder bei uns.

Wie lange dauert eine Therapie?
Vor der Therapie finden zunächst bis zu fünf probatorische Sitzungen statt, die der ausführlichen Diagnostik und dem gegenseitigen Kennenlernen dienen. Danach stellen Sie als Patient oder Patientin gemeinsam mit Ihrem Therapeuten einen Antrag auf Kostenübernahme für die Therapie an Ihre Krankenkasse. Ihr Therapeut begründet in dem Antrag die Notwendigkeit der Behandlung, soweit sie gegeben ist.
Üblicherweise wird zunächst eine Kurzzeittherapie beantragt, die bis zu 25 Sitzungen umfasst. Eine Sitzung dauert 50 Minuten und findet für gewöhnlich wöchentlich statt. Darüber hinaus kann eine Langzeittherapie von insgesamt maximal 80 Sitzungen beantragt werden.

Was ist ein Psychologischer Psychotherapeut?
Der etwas sperrige Begriff Psychologischer Psychotherapeut, bzw. Psychologische Psychotherapeutin ist eine in Deutschland seit Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, die eine staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde, eine Approbation, verlangt.
Es handelt sich also um einen Psychotherapeuten, der sich nach abgeschlossenem Studium der Psychologie als Diplom-Psychologe auf dem Gebiet der Psychotherapie weitergebildet und somit spezialisiert hat.

Was ist ein Psychiater?
Psychiater ist die Bezeichnung eines Arztes mit zusätzlicher Fachausbildung in Psychiatrie.
In ihrem Schwerpunkt ist die Ausbildung und Arbeitsweise eher von einer körperlichen Sicht auf Ursachen und Heilungsmöglichkeiten von psychischen Problemen bestimmt. Die Behandlung mit Medikamenten, Psychopharmaka, steht bei Psychiatern daher im Vordergrund und kann von psychotherapeutischen Maßnahmen begleitet sein.
Psychiatrie überschneidet sich inhaltlich mit der Psychologie, insbesondere der klinischen Psychologie bzw. der Psychologischen Psychotherapie.
Im Unterschied zum Psychologischen Psychotherapeuten  ist der  Psychiater zum Verschreiben von Medikamenten berechtigt.

Werden Medikamente verschrieben?
Wir verschreiben grundsätzlich keine Medikamente, dürften dies auch gar nicht (s.o.). In einigen Fällen ist es weder sinnvoll oder sogar kontraindiziert, Medikamente zu nehmen. In anderen Fällen ist hingegen neben der Psychotherapie der Einsatz von Medikamenten ratsam und sinnvoll. Bei einer solchen Kombinationstherapie kooperieren wir eng mit Psychiatern und Allgemeinmedizinern.

Zurück zum Anfang